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Medienbericht
Steuerhinterziehung: NRW-Fahnder nehmen Banken ins Visier

NRW-Fahnder sind Banken wegen Steuerhinterziehung auf der Spur
Das Material, das die Banken belastet, stammt von einer Steuer-CD, die NRW kürzlich gekauft hatte. FOTO: dpa, Julian Stratenschulte
Berlin. Steuerfahnder aus NRW haben einem Medienbericht zufolge belastendes Material über mehr als 100 Banken und Fonds gesammelt, die den Fiskus mit dubiosen Aktiendeals um mehr als zehn Milliarden Euro betrogen haben sollen. Die neuen Fälle stammen von einer Steuersünder-CD, die das Land NRW kürzlich gekauft hatte.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrem Bericht schreibt, drohten etlichen Instituten Razzien, wenn sie nicht Selbstanzeige erstatten. Für die Banken sei es "höchste Zeit zu handeln", sagte Nordhrein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD).

Die Banken und die Fonds sollen dem Bericht zufolge im großen Stil Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividende mit dem einzigen Ziel gehandelt haben, sich eine nur einmal gezahlte Kapitalertragsteuer auf die Dividenden hinterher vom Fiskus auf trickreiche Art und Weise gleich mehrmals erstatten zu lassen. Ermittelt werde wegen Steuerhinterziehung.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte vor kurzem für fünf Millionen Euro eine CD mit etlichen tausend Datensätzen gekauft. Die Datensätze werden dem Bericht zufolge von NRW gerade bundesweit an die örtlich zuständigen Steuerfahndungen verteilt, damit diese dann zugreifen können. "Die Steuerfahndungen in Nordrhein-Westfalen und andern Ländern werden die neuen Indizien konsequent und zügig für ihre Ermittlungen nutzen", sagt Walter-Borjans.

(lsa/lnw/AFP)
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