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Rating-Agentur
Standard & Poor's stuft Türkei als "Hochrisiko"-Land ein

Rating: S&P stuft die Türkei als "Hochrisiko"-Land ein
Die zentrale von Standard & Poor's in New York. FOTO: AFP, AFP
Istanbul. Die Rating-Agentur Standard & Poor's (S&P) hat die Türkei am Montag als "Hochrisiko"-Land eingestuft. Die Agentur lässt sich von den jüngsten Drohungen aus Ankara somit nicht einschüchtern.

Zuvor wurden Investoren bereits vor einem "ziemlich hohen Risiko" gewarnt. S&P hatte im vergangenen Monat schon die Bonität türkischer Staatsanleihen herabgestuft und den Ausblick auf "negativ" gesetzt, was weitere Verschlechterungen der Kreditwürdigkeit andeutet.

Die neue Risikobewertung folgt jetzt auf Drohungen der türkischen Regierung, die sich lautstark über "fehlerhafte Entscheidungen" der internationalen Rating-Agenturen beschwert hatte. S&P hatte die schlechtere Einschätzung der Bonität im Juli mit den Folgen des Militärputsches und der Polarisierung im Land begründet.

Vergangene Woche hatten Vize-Ministerpräsident Mehmet Simsek Schritte gegen die Rating-Agenturen angekündigt. Es gebe keinen Grund, die Bonität der Türkei schlechter einzuschätzen.

(REU)
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