Ein Muss: Richtig gegen Berufsunfähigkeit absichern
zuletzt aktualisiert: 15.12.2004 - 10:30Mainz (rpo). Der Run auf Lebensversicherungen ist groß. Dabei vergessen viele, dass Berufsunfähigkeit ein mindestens ebenso großes Risiko darstellt.
Bevor man einen Altersvorsorgevertrag abschließt, sollte man unbedingt prüfen, ob das Risiko der Berufsunfähigkeit abgesichert ist, rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sei ein unverzichtbares Muss, um das Existenzrisiko "Verlust der Arbeitskraft" abzusichern. Die meisten seien sich über die erheblichen Risiken und das Ausmaß dieser Versorgungslücken nicht bewusst.
So früh wie möglich
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung so früh wie möglich abzuschließen. Da mit zunehmendem Alter das Risiko der Berufsunfähigkeit steige, gelte prinzipiell: Je später im Leben ein Vertrag abgeschlossen wird, desto teurer wird er. Im Übrigen erhielten ältere Interessenten häufig keinen vollständigen Versicherungsschutz mehr, weil sie unter Vorerkrankungen leiden, die nicht mitversichert würden.
Zur Bewertung der Risiken teilen die Gesellschaften die Berufe in Berufsgruppen ein. Diese Einteilungen weichen den Angaben zufolge bei den einzelnen Assekuranzen erheblich voneinander ab. Man sollte daher nach einer Gesellschaft Ausschau halten, die den eigenen Beruf möglichst kostengünstig einstuft.
Automatische Dynamik
Die Höhe der Berufsunfähigkeit sollte gegen die Geldentwertung abgesichert werden. Das sei entweder durch eine Nachversicherungsgarantie möglich, bei der der Versicherungsschutz später noch erhöht und damit den gestiegenen Bedürfnissen angepasst werden kann, oder durch eine automatische Dynamik, bei der mit regelmäßig steigenden Beiträgen höhere Rentenansprüche erworben werden, wie die Verbraucherschützer erläutern.
Häufig wird die Berufsunfähigkeitsversicherung als Zusatzversicherung in Kombination mit Risiko- oder Kapitallebenslebensversicherungen angeboten. Eine derartige Lösung ist den Verbraucherschützern zufolge häufig jedoch nicht zu empfehlen. So hätten zum Beispiel besonders günstige Risikoversicherer oft nicht die besten Bedingungen in der Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung. Die Bindung an eine Kapitalversicherung entspreche vielfach nicht dem Bedarf und führe dazu, dass der Versicherte hinsichtlich seiner privaten Altersversorgung über viele Jahre unflexibel an einen Anbieter gebunden sei.
Sehr wichtig ist, dass der Versicherer in den Versicherungsbedingungen auf die "abstrakte Verweisung" in andere Berufe verzichtet, wie es weiter heißt. Tut er das nicht, könne er sich in den meisten Invaliditätsfällen um die Rentenzahlung herumdrücken.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
