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Finanzkrise: Royal Bank of Scotland mit Milliardenverlust

zuletzt aktualisiert: 19.01.2009 - 13:55

London (RPO). Die britische Royal Bank of Scotland erwartet wegen der US-Immobilienkrise und milliardenschwerer Abschreibungen einen Rekordverlust von insgesamt 28 Milliarden Pfund (31 Milliarden Euro). Zu einem Minus von bis zu 8 Milliarden Pfund könnten noch bis zu 20 Milliarden Pfund Abschreibungen auf Zukäufe insbesondere auf die ABN Amro hinzukommen.

Die britische Regierung, die vergangenen Herbst die Mehrheit an der Bank übernommen hatte, warf dem Institut vor, unverantwortliche Risiken eingegangen zu sein. "Ja, ich bin verärgert", sagte Premierminister Gordon Brown. "Fast alle Verluste stammen aus dem Subprime-Markt in den USA und aus Übernahmen. Dies sind unverantwortliche Risiken, die die Bank mit dem Geld ihrer Kunden aus Großbritannien eingegangen ist." Am Montag stellte die Regierung in London ein weiteres milliardenschweres Rettungspaket für die Banken vor.

Ein Bankenkonsortium unter Führung der RBS hatte nach einer monatelangen Übernahmeschlacht 2007 die niederländische ABN Amro für 70,5 Milliarden Euro übernommen. Als weitere Gründe für die tief roten Zahlen nannte RBS Verluste im Kapitalmarktgeschäft und im weltweiten Bankgeschäft. Dies habe Gewinne im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden aufgezehrt.

Es ist der größte Verlust, den je ein britischen Unternehmens ausgewiesen hat. Bisher lag der Rekord bei 15 Milliarden Pfund, den der Mobilfunkanbieter Vodafone 2006 ausweisen musste.

Quelle: AP

 
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