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Finanzmarkt: SoFFin-Chef Merl tritt zurück

zuletzt aktualisiert: 21.01.2009 - 19:48

Berlin (RPO). Nur drei Monate nach Gründung des Sonderfonds zur Rettung angeschlagener Banken (SoFFin) hat der Sprecher des Leitungsgremiums völlig überraschend seinen Rücktritt erklärt: Günther Merl gibt seinen Posten "aus persönlichen Gründen" zum 31. Januar ab, wie das Bundesfinanzministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Die Bundesregierung sei bereits mit potenziellen Nachfolgern im Gespräch.

Günther Merl nennt für seinen Schritt persönliche Gründe.  Foto: ddp, ddp
Günther Merl nennt für seinen Schritt persönliche Gründe. Foto: ddp, ddp

Das "Manager Magazin" berichtete, Hintergrund des Rücktritts seien offenbar unterschiedliche Auffassungen über die Führung des Bankenrettungsfonds. Merl ist Sprecher des ursprünglich dreiköpfigen Lenkungsausschusses des SoFFin. Im Dezember hatte sich mit Karlheinz Bentele bereits ein erstes Mitglied aus dem Gremium zurückgezogen. Zudem gehört dem Ausschuss der frühere baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus an. Merl war früher Vorstandschef der Landesbank Hessen-Thüringen.

Der Sonderfonds war am 17. Oktober 2008 zur Rettung von deutschen Banken geschaffen worden, die in der Klemme geraten sind. Fachlich, organisatorisch und banktechnisch wurde der SoFFin-Aufbau von der Deutschen Bundesbank unterstützt.

Das Ziel der Einrichtung ist klar umrissen: Der Fonds soll das Finanzsystem in Deutschland stabilisieren und helfen, den Liquiditätsengpässe zu überwinden. Auch die Stärkung der Eigenkapitalbasis von Finanzunternehmen ist Aufgabe der SoFFin, die auf ihrer Homepage betont "es gilt, auf diese Weise die Vertrauenskrise im Finanzsystem zu überwinden". Der Fonds ist mit 500 Milliarden Euro ausgestattet und hat seinen Sitz in der deutschen Banken- und Börsenmetropole Frankfurt am Main.

Quelle: AP

 
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