Börse: Starker Yen belastet Exportwerte in Tokio
zuletzt aktualisiert: 15.12.2009 - 07:44Tokio (RPO). Belastet vom anhaltend starken Yen hat die Tokioter Börse am Dienstag leichter notiert. Die Verluste bei den Exportwerten wurden allerdings großenteils durch das Interesse an Immobilienentwicklern ausgeglichen, die von Plänen für einen Großbau im Zentrum der japanischen Hauptstadt profitierten.
Alle Augen richteten sich zudem auf die zweitägige Sitzung der US-Notenbank Fed, die am Dienstag beginnen wird. Die Investoren erwarteten zwar keine Zinsveränderung, rechneten aber mit einer Bestätigung für ihre Vermutung, in der größten Volkswirtschaft könnten Mitte kommenden Jahres die geldpolitischen Zügel wieder angezogen werden.
Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte notierte am frühen Nachmittag bei moderatem Handel 0,3 Prozent schwächer bei 10.075 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index tendierte kaum verändert bei 884 Zählern.
"Es herrscht eine gewisse Vorsicht vor der Fed-Sitzung", sagte ein Händler. "Je nachdem, wie die Notenbank die Lage kommentiert, könnte der Dollar fallen und das macht die Investoren nervös." Mit Nervosität reagierte der Markt auch auf die Herabstufung der Bonität Mexikos. "Das hält die Investoren etwas in Atem", sagte der Händler. "Obwohl die Sorgen wegen Dubai nachgelassen haben."
Die Ratingagentur S&P hatte die Kreditwürdigkeit des mittelamerikanischen Staates am Montag das zweite Mal binnen weniger Wochen herabgestuft, diesmal auf BBB von BBB+. Der Schritt verteuert die Refinanzierung der Staatsschulden und zeigte nach den Zahlungsnöten Dubais und der Herabstufung der Bonität Griechenlands in der vergangenen Woche, dass die in der Finanzkrise angehäuften Verbindlichkeiten noch lange Probleme verursachen können.
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