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Der teure Traum vom Eigenheim
Immobilienpreise steigen weiter

Steigende Immobilienpreise: Der Traum vom Eigenheim wird immer teurer
Luftaufnahme der Karl-Marx-Straße in Berlin. FOTO: dpa/ Bernd Settnik
Berlin/Düsseldorf. Auch künftig rechnen Experten mit weiter steigenden Immobilienpreisen. Während Eigenheimkäufer in München bereits bis zu 8500 Euro je Quadratmeter bezahlen müssen, kommen Interessenten in NRW noch deutlich günstiger an die eigenen vier Wände.

Die Immobilienpreise in Deutschland werden nach Einschätzung der amtlichen Gutachterausschüsse weiter steigen. Im vergangenen Jahr hätten Käufer rund 237,5 Milliarden Euro für Wohnimmobilien, andere Gebäude und Bauflächen ausgegeben. Das seien etwa 25 Prozent mehr gewesen als noch zwei Jahre zuvor, teilte der Arbeitskreis der Gutachterausschüsse in Berlin mit.

Eine Trendumkehr sei "nicht in Sicht", sagte Vorsitzende Anja Diers, deren Arbeitskreis rund eine Million Kaufverträge ausgewertet hat. Die Umsätze stiegen vor allem in städtischen Regionen. Ein Grund seien die nach wie vor niedrigen Zinsen, sagte Diers. Auch die Wohnungsknappheit treibe die Kauf- und Mietpreise.

NRW belegt Platz im Mittelfeld

Etwa zwei Drittel des Geldes wurden bundesweit für Wohnimmobilien ausgegeben. Vor allem selbst genutzter Wohnraum sei deutlich teurer geworden, heißt es in dem Bericht. Das zeigen zum Beispiel Verkaufspreise für gebrauchte Ein- oder Zweifamilienhäuser in der mittleren Preislage: 2016 habe ein Quadratmeter Wohnfläche im bundesweiten Mittel 1545 Euro gekostet - 145 Euro mehr als noch 2014.

Dabei gibt es regional große Unterschiede. Während Käufer in der Stadt München mit 8500 Euro pro Quadratmeter rechnen mussten, waren es im Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen-Anhalt mit 380 Euro oder im thüringischen Kyffhäuserkreis mit 470 Euro deutlich weniger.

In Nordrhein-Westfalen lagen die Quadratmeterpreise beim Kauf freistehender Eigenheime mit bis zu 3300 Euro dagegen deutlich niedriger. Einfamilienhäuser waren in NRW aber auch schon zu Preisen ab 690 Euro je Quadratmeter zu haben. Auch bei den Preisen für gebrauchte Eigentumswohnungen lag München mit Werten von bis zu 5500 Euro je Quadratmeter mit großem Abstand an der Spitze.
Nordrhein-westfälischer Spitzenreiter ist dagegen Bonn mit bis zu 2400 Euro. Auch beim Bauland gibt es große Unterschiede und Preissteigerungen.

Es gebe vor allem in städtischen Gebieten Preisübertreibungen, sagte Diers. Die Gefahr einer Immobilienblase könne sie aber nicht erkennen. Steigende Preise seien nur ein Indikator für eine mögliche Blase. Weitere Faktoren müssten die Zunahme von spekulativen Käufen und unter Umständen Finanzierungsprobleme sein. Das sei so am deutschen Markt aber nicht erkennbar, sagte Diers.

(laha/dpa/lnw)
 
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