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Neue Studie
So teuer sind Studentenwohnungen in Deutschland

Studie: So teuer sind Studentenwohnungen in Deutschland
Eine Studentin liest die Wohnungsanzeigen am Schwarzen Brett der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Die Stadt ist in dem Ranking Spitzenreiter. FOTO: dpa, mbk
Berlin. Wohnen wird teurer – das bekommen auch Studenten zu spüren. Wieviel sie in den Universitätsstädten zahlen müssen, zeigt eine neue Studie. Auch vier NRW-Standorte wurden untersucht. Von Dana Schülbe

München ist immer wieder Spitzenreiter, wenn es um den Vergleich der Mieten in Deutschland geht. Nicht anders sieht das bei den Studentenbuden aus, wie eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt. Rund 580 Euro warm musste ein Student im vergangenen Jahr dort durchschnittlich zahlen.

Die Immobilienpreise von elf Städten hat das IW für seine Studie unter die Lupe genommen – ausgewertet wurden allein Inserate der Immobilienplattform Immobilienscout24. Für den Preisvergleich wurden folgende Eckdaten zugrunde gelegt: Einzimmerwohnung mit 30 Quadratmetern, unmöbiliert, mit Einbauküche, normale Ausstattung, maximal 1,5 Kilometer bis zur Uni.

Bonn Spitzenreiter in NRW

Auch vier NRW-Städte wurden untersucht: Köln, Siegen, Bochum und Bonn. Spitzenreiter unter ihnen ist Bonn mit einer durchschnittlichen Warmmiete von 457 Euro, gefolgt von Köln mit rund 453 Euro. Die beiden Städte nehmen im Gesamtranking die Plätze vier und sechs ein.

Wesentlich günstiger leben Studenten demnach in Siegen und in Bochum – für etwa 359 Euro beziehungsweise 329 Euro waren dort 2015 entsprechende Studentenwohnungen zu haben. Bochum kommt damit auf den letzten Platz des Rankings, Siegen auf Platz neun.

Laut der Studie sind aber in allen untersuchten Städten die Mieten für Studenten gestiegen – auch weil nicht nur von Studierenden vermehrt kleine bzw. Einraumwohnungen gesucht würden. Die Konkurrenz wächst also. Am teuersten ist seit 2010 demnach Berlin geworden – und zwar um knapp 30 Prozent.

In Köln stiegen die Preise nach den Berechnungen des IW in diesem Zeitraum um knapp zwölf Prozent, in Bonn um elf Prozent. Aber auch in Siegen und Bochum muss mehr gezahlt werden – die Steigerung liegt hier bei knapp acht und knapp sieben Prozent.

Preise in Düsseldorf nicht ausgewertet

Bereits im September 2015 hatte der Berliner Immobilienentwickler GBI eine Studie zum Wohnungsmarkt für Studenten veröffentlicht. Damals waren insgesamt 87 Standorte untersucht worden. München kam damals auf Platz eins, gefolgt von Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Köln. Die Ergebnisse gleichen denen des IW – hier ist das Ranking ähnlich: Auf Spitzenreiter München folgen Frankfurt, Stuttgart, Bonn, Hamburg und Köln.

Düsseldorf kam in der GBI-Studie übrigens auf Platz 17, das IW hatte die Daten für die Stadt nicht ausgewertet.

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