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Finanzkrise: Top-Manager begrüßen US-Rettungsplan

zuletzt aktualisiert: 04.10.2008 - 16:23

Frankfurt/Main (RPO). Das US-Rettungsplan für die Finanzmärkte wurde von führende Ökonomen und Managern in Deutschland begrüßt. Ein Vorbild für Europa sehen sie in dem milliarden schweren Hilfpaket jedoch nicht.

Siemens-Chef Peter Löscher zeigt sich zuversichtlich, dass sich Amerika erneuern wird.  Foto: ddp, ddp
Siemens-Chef Peter Löscher zeigt sich zuversichtlich, dass sich Amerika erneuern wird. Foto: ddp, ddp

So sagte der Chefvolkswirt der Allianz, Michael Heise, dem "Tagesspiegel am Sonntag": "Das ist ein extrem wichtiger Beitrag zur Stabilisierung." Ein Vorbild für Europa sei das 700-Milliarden-Dollar-Programm jedoch nicht. "Die Probleme der europäischen Banken sind sehr differenziert", sagte Heise.

Viele Banken hätten kein Problem mit ihren Anlagen, sondern könnten sich kurzfristig einfach nicht refinanzieren. "Ein Pauschalfonds könnte gar nicht allen helfen", sagte der Ökonom.

Präsident der Osteuropa-Bank

Auch der Präsident der Osteuropa-Bank, Thomas Mirow, begrüßte die Verabschiedung des US-Rettungsprogramms. "Dies ist sicher noch nicht die Lösung aller Probleme, aber doch eine sehr wichtige Initiative für eine Stabilisierung des amerikanischen Bankenwesens und darüber hinaus für das Finanzsystem weltweit", sagte er dem "Tagesspiegel". "Es wird hoffentlich wesentlich dazu beitragen, dass in den Finanzmärkten allmählich wieder neues Vertrauen wächst."

Siemens-Chef Peter Löscher

Zuversichtlich äußerte sich zudem Siemens-Chef Peter Löscher. "Wie man auch an dem verabschiedeten Rettungspaket sieht, lösen die Amerikaner ihre Probleme pragmatisch. Ich habe daher volles Vertrauen, dass sich Amerika erneuern wird", sagte er dem "Tagesspiegel" (Montagausgabe).

Präsiedent des Sparkassen- und Giroverbands

Dagegen wies der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Heinrich Haasis, auf mögliche negativen Folgen des US-Bankenrettungsplans für das europäische Finanzsystem hin. "Wenn es hierbei zu unrealistischen Marktpreisen kommt, kann das zur Folge haben, dass auch die Pakete europäischer Banken danach bewertet werden müssen", sagte Haasis der "Wirtschaftswoche". "Es muss darauf geachtet werden, dass unrealistische Preise ohne einen wirklichen Markt nicht weitere Abschreibungen zur Folge haben."

Alle Informationen zur Finanzmarktkrise finden Sie hier.

Quelle: ap

 
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