Nikkei wieder im Minus: Unruhen in Nahost belasten Asien-Börsen
zuletzt aktualisiert: 24.02.2011 - 07:44Tokio (RPO). Die politische Ungewissheit in der arabischen Welt und im Nahen Osten hat auch am Donnerstag die asiatischen Börsen belastet. Sie löste Gewinnmitnahmen aus und trübte die Stimmung auf dem Parkett, sagten Analysten. Die Tokioter Börse verzeichnete den dritten Tag in Folge Verluste und auch an einigen anderen Aktienmärkten in Fernost ging es bergab.
Sorgen bereitete den Anlegern weiter der hohe Ölpreis, der sich um 100 Dollar je Barrel bewegt. Am Markt würden Risiken abgewogen, ob sich die Unruhen auch auf größere Ölexport-Länder wie Saudi-Arabien ausweiten könnten, sagten Beobachter.
In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,2 Prozent im Minus bei 10.452 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,3 Prozent auf 934 Punkte. Auch die Börsen in Korea und Singapur mussten Federn lassen, während die Aktienmärkte in Taiwan, Hongkong und Shanghai ein leichtes Plus schafften.
In Tokio lagen auch Exportwerte im Minus: Sony-Aktien gaben 1,5 Prozent nach, Toyota-Papiere verloren 1,7 Prozent und Honda-Anteilscheine schlossen 1,4 Prozent niedriger.
"Die Investoren wussten seit langem, dass eine Korrektur zu erwarten war", sagte Makoto Kikuchi von Myojo Asset Management. "Die Unruhen in Libyen haben dem Markt einen guten Anlass dafür gegeben, diese Korrektur einzuleiten."
Wall Street im Minus
Angesichts der blutigen Unruhen in Libyen hat die New Yorker Börse am Mittwoch den zweiten Tag in Folge mit deutlichen Abschlägen geschlossen. Der Dow-Jones-Index der 30 führenden Industriewerte fiel 107 Punkte oder 0,9 Prozent auf 12.106 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 33 Punkte oder 1,2 Prozent leichter und ging bei einem Stand von 2.723 Zählern aus dem Handel.
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