Börse: US-Vorgaben lassen Dax einbrechen
zuletzt aktualisiert: 22.01.2009 - 18:06Frankfurt/Main (RPO). Ein erneuter Kurseinbruch an der Wall Street in den USA hat dafür gesorgt, dass auch die Kurse in Deutschland zum Handelsschluss in den Keller gegangen sind. Der Leitindex Dax büßte einen Prozentpunkt ein und stand am Donnerstag bei 4219 Punkten.
Der MDax verlor 1,1 Prozent auf 4880 Zähler und der TecDax 0,6 Prozent auf 457 Punkte. "Da fehlen einem langsam die Worte, wir eilen von Negativrekord zu Negativrekord", sagte eine Volkswirtin angesichts der auf historische Tiefs gefallenen Daten für Baubeginne und -genehmigungen. Es seien keinerlei Entspannungssignale auszumachen.
An der New Yorker Wall Street fielen die Aktienkurse im Verlauf drastisch. Der Dow-Jones-Index ging bis 17.20 Uhr MEZ um 2,5 Prozent auf 8022 Punkte zurück. Der technologielastigere Nasdaq-Composite verlor 3,2 Prozent auf 1458 Zähler. Neben den Tiefs bei den Baubeginnen verdeutlichten die hohen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe einmal mehr die Probleme am US-Arbeitsmarkt, hieß es am Markt.
Der Euro notierte am Abend leichter bei 1,2947 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte am Donnerstagnachmittag einen Referenzkurs von 1,2984 Dollar festgestellt. Nach Ansicht von Analysten dürfte es für den Euro gegen den Dollar weiter nach unten gehen. Nach den schwachen Wirtschaftsdaten belaste auch, dass mit Portugal nach Spanien und Griechenland nun die Bonität eines weiteren Landes innerhalb der Eurozone heruntergestuft wurde.
Im Dax standen vor allem Daimler unter Druck. Die Aktien verloren 5,6 Prozent auf 21,43 Euro. Infineon gingen 4,7 Prozent auf 0,71 Euro zurück. Am Abend war bekannt geworden, dass Qimonda möglicherweise einen zusätzlichen Finanzbedarf von 300 Millionen Euro hat. Allianz hingegen stiegen auf der anderen Seite um 4,2 Prozent auf 62,83 Euro. adidas verzeichneten einen Aufschlag von 2,3 Prozent auf 26,21 Euro.
Commerzbank stiegen um 11,0 Prozent auf 3,18 Euro. Allianz gewannen 7,1 Prozent auf 64,63 Euro. Postbank legten 4,9 Prozent auf 8,34 Euro zu. Beiersdorf verloren hingegen 2,7 Prozent auf 39,80 Euro. Infineon büßten 2,7 Prozent auf 0,73 Euro ein. BMW notierten 1,2 Prozent leichter bei 18,56 Euro.
In der zweiten Reihe büßten vor allem Aareal Bank am deutlichsten ein. Die Papiere gingen um 10,3 Prozent auf 3,39 Euro zurück. Hannover Rück verloren 7,7 Prozent auf 20,76 Euro. Celesio verbilligten sich um 0,8 Prozent, nachdem die UBS das Kursziel auf 17 Euro von 25 Euro gesenkt hatte. Fielmann waren gesucht und erhöhten sich um 4,4 Prozent auf 47,50 Euro. ProSiebenSat.1 stiegen um 4,2 Prozent auf 1,50 Euro.
Im TecDax führten am Abend Smartrac die Verliererliste an. Die Papiere verbilligten sich um 7,2 Prozent auf 8,30 Euro. Jenoptik fielen um 6,7 Prozent auf 5,39 Euro. Drägerwerk und Solon büßten mehr als sechs Prozent ein. Morphosys stiegen hingegen um 3,7 Prozent auf 16,09 Euro. Wirecard legten um 3,3 Prozent auf 4,09 Euro zu.
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