Positive Bilanzsaison stützt: Wall Street schließt freundlich
zuletzt aktualisiert: 20.07.2005 - 08:26New York (rpo). Die Aktienkurse an der Wall Street in New York haben am Dienstagabend zugelegt. Grund war der bisher positive Verlauf der US-Bilanzsaison. Nach der Ankündigung, insgesamt 14.500 Mitarbeiter entlassen zu wollen, war besonders IBM gesucht.
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte gewann 0,7% bzw 72 Punkte auf 10.647. Der S&P-500-Index stieg um 0,7% bzw 8 Stellen auf 1.229. Der Nasdaq-Composite-Index rückte um 1,3% bzw 28 Zähler auf 2.173 vor. Umgesetzt wurden 1,56 (Montag: 1,21) Mrd Aktien. Dabei wurden 2.320 Kursgewinner und 1.005 -verlierer gezählt. Unverändert schlossen 153 Titel.
Gesucht waren nach überraschend guten Quartalszahlen vor allem IBM, die sich um 2,3% auf 83,70 USD verbesserten und dem Technologiesektor damit einen Schub verliehen. Im Finanzsektor konzentrierte sich das Interesse auf Merrill Lynch. Die Investmentbank hatte ebenfalls ein unerwartet gutes Quartalsergebnis veröffentlicht. Die Aktie legte daraufhin um 2,3% auf 57,98 USD zu.
Marktbeobachter bezeichneten die Kursgewinne der beiden Titel indessen als vergleichsweise moderat. Viele Anleger hätten sich zurückgehalten, weil sie zunächst den Rechenschaftsbericht des US-Notenbankpräsidenten Alan Greenspan zur Lage der US-Wirtschaft abwarten wollten, erklärten die Beobachter.
Greenspan wird am Mittwoch zunächst vor dem Finanzausschuss des US-Repräsentantenhauses und am Donnerstag vor dem Bankenausschuss des Senats sprechen.
Reges Kaufinteresse verzeichneten unterdessen auch die Titel von International Paper, die sich um 5,1% auf 32,22 USD verteuerten. Das Unternehmen hat einen ehrgeizigen Restrukturierungsplan vorgestellt und will mit dem Verkauf von Aktiva acht Mrd. bis zehn Mrd. USD erlösen. Die Aktionäre sollen davon 20% bis 30% erhalten.
Im Technologiesektor schlossen Intel mit einem Plus von 1,7% auf 28,71 USD und damit auf einem 52-Wochen-Hoch. Händler vermuteten Vorschusslorbeeren für das Zweitquartalsergebnis des Unternehmens, das nach Börsenschluss zur Veröffentlichung angekündigt war.
Hewlett-Packard (H-P) büßten dagegen 1,6% auf 24,52 USD ein. Das Unternehmen will im Zuge seiner Neuordnung 14.500 Arbeitsplätze abbauen. Beobachter fürchten, dass sich der Stellenabbau und die damit verbundene Restrukturierung zu langsam vollziehen und sich die Ertragslage von H-P damit später als erwartet verbessern wird.
Citigroup setzten ihre Talfahrt vom Montag fort und fielen um 1,3% auf 44,40 USD. Die Aktie habe abermals unter den schon am Vortag veröffentlichten, enttäuschenden Zahlen gelitten, lautete die Erklärung aus dem Handel.
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