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Börse: Wall Street tritt auf der Stelle

zuletzt aktualisiert: 30.10.2010 - 09:14

New York (RPO). Wegen der anhaltenden Unsicherheit über das weitere Vorgehen der US-Notenbank im Kampf gegen die Wirtschaftsflaute haben sich die Anleger an den US-Börsen vor dem Wochenende zurückgehalten. Viele Investoren konzentrierten sich auf Gewinnmitnahmen nach einer guten Kursentwicklung im Oktober.

Für etwas Erleichterung sorgte das Wachstum der US-Wirtschaft im Sommer, die mit einer Jahresrate von zwei Prozent zulegte. Volkswirte sprachen von einem "blutleeren" Aufschwung.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss mit 11.118 Punkten kaum verändert. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 11.075 und 11.131 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 trat mit 1183 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging ebenfalls unverändert mit 2507 Punkten aus dem Handel. Im Wochenvergleich sank der Dow um 0,1 Prozent, der S&P stieg um moderate 0,02 Prozent und der Nasdaq um 1,1 Prozent. Im Monatsvergleich rückten der Dow um 3,1 Prozent, der S&P um 3,7 Prozent und der Nasdaq um 5,9 Prozent vor. Der Deutsche Aktienindex (Dax) verabschiedete sich in Frankfurt mit einem moderaten Plus von 0,1 Prozent auf 6601 Punkten ins Wochenende.

Die meisten Anleger wollten vor der in der kommenden Woche anstehenden Entscheidung der US-Notenbank keine großen Risiken eingehen. "Wie viel Geld wird die Federal Reserve in die Hand nehmen? Welche Folgen wird das haben? Wie viel davon ist bereits in den Kursen vorweggenommen? Alle konzentrieren sich auf diese Fragen", sagte Robert Pavlik von Banyan Partners in New York.

Für etwas Bewegung unter den Einzelwerten sorgten erneut Geschäftsbilanzen. So gaben etwa die Titel von Chevron 2,2 Prozent nach, weil der Gewinn des Ölkonzerns hinter den Erwartungen zurückblieb. Dagegen legten die Aktien von Microsoft 1,5 Prozent zu, nachdem der Software-Riese am Donnerstag nach Börsenschluss einen überraschend deutlichen Gewinnsprung vermeldet hatte. Dies verdankte der Konzern dem anhaltenden Erfolg seiner Flagschiffprogramme "Windows" und "Office".

Die Anteilsscheine von Halliburton erholten sich mit 0,6 Prozent leicht von ihren heftigen Vortagsverlusten. Am Donnerstag war das Papier knapp acht Prozent in die Tiefe gerauscht. Eine US-Regierungskommission zur Untersuchung der schwersten Ölkatastrophe des Landes hatte dem BP-Partnerunternehmen schwere Versäumnisse vorgeworfen. Halliburton soll den Angaben zufolge das Bohrloch unter der Ölplattform "Deepwater Horizon" nur mangelhaft zementiert haben und daher vermutlich eine Mitschuld an der Explosion der Anlage tragen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,03 Milliarden Aktien den Besitzer. 1744 Werte legten zu, 1175 gaben nach und 132 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,07 Milliarden Aktien 1447 im Plus, 1164 im Minus und 135 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 100-03/32. Sie rentierten mit 2,610 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 30/32 auf 97-30/32 und hatten eine Rendite von 3,993 Prozent.

Quelle: RTR/awei

 
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