Potenzial ist vorhanden: Weber: Deutschland als Bankensitz unattraktiv
zuletzt aktualisiert: 30.12.2004 - 13:09Berlin (rpo). Die Bedingungen für internationale Banken sind in Deuschland sehr unattraktiv. Das fürchtet Manfred Weber, Hauptgeschäftsführer der Bundesverbandes deutscher Banken. Er glaubt nicht, dass für ausländische Banken ein Sitz in der Bundesrepublik reizvoll ist. Auch wenn der Bankenverband Fusionen in der internationalen Finanzbranche mit deutscher Beteiligung in den kommenden Jahren für wahrscheinlich hält.
Gegenüber der "Berliner Zeitung" sagte Weber, die deutsche Mitbestimmung und die hohe Steuerbelastung seien sehr unattraktiv. Das starke Interesse von ausländischen Instituten am deutschen Markt beweise aber auch, dass es hier viel Potenzial gebe.
"Nationale Grenzen spielen im Finanzgewerbe heute keine Rolle mehr", sagte Weber weiter. Die Fusion zwischen der spanischen Banco Santander und der britischen Abbey National sei ein Signal. "In den nächsten zwei, drei Jahren werden wir wesentlich mehr solcher Fusionen sehen - unter Einschluss des deutschen Marktes," wurde Weber zitiert.
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