US-Finanzkrise: Zahl der Arbeitslosen dramatisch gestiegen
zuletzt aktualisiert: 07.11.2008 - 18:12Washington (RPO). Auf den künftigen US-Präsidenten Barack Obama kommen große wirtschaftspolitische Herausforderungen zu. Die Finanz- und Konjunkturkrise sorgt für alarmierende Arbeitslosenzahlen in den USA. Die Arbeitslosenquote stieg im Oktober alarmierend schnell von 6,1 auf 6,5 Prozent. Sie erreichte damit ein 14-Jahres-Hoch.
Amerika steckt in einer tiefen Krise. Die Beschäftigtenzahl sank um weitere 240.000; Wirtschaftsexperten hatten lediglich mit einem Rückgang um 200.000 Jobs gerechnet. Insgesamt verloren die USA in diesem Jahr bereits 1,2 Millionen Jobs. Mehr als die Hälfte davon verschwand in den zurückliegenden drei Monaten.
Die Beschäftigung sinkt damit den zehnten Monat in Folge. Zudem wurde der Beschäftigungsabbau für die Monate September und August drastisch höher als bisher ausgewiesen. Die Zahl des Abbaus erhöhte sich um weitere 179.000 Stellen.
In den Monaten bis Oktober seien damit 651.000 Arbeitsplätze gestrichen worden – einen solchen Einbruch hatte der amerikanische Arbeitsmarkt zuletzt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 erlebt.
Für die amerikansische Wirtschaft könnten die schlechten Zahlen fatale Folgen haben, da die Entwicklung am Arbeitsmarkt entscheidend für die Konsumausgaben der Amerikaner ist. Diese machen wiederum gut zwei Drittel der Wirtschaftsleistung in den USA aus.
Wall Street reagiert entspannt
Unterdessen reagierten die Finanzmärkte gelassen auf die düsteren Nachrichten. Die Wall Street eröffnete freundlicher, offensichtlich wurden Anleger von den zuletzt deutlich gefallenen Kursen angezogen. Der Dow Jones Index der wichtigsten Industriewerte kletterte 107 Punkte auf rund 8.800 Zähler, auch breiter aufgestellte Indizes legten zu.
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