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Tallinn
Finanzminister gehen auf Distanz zu Euro-Ausweitung

Tallinn. Die europäischen Finanzminister reagieren distanziert auf den Vorschlag der EU-Kommission zur Einführung des Euro in weiteren Ländern. "Für die Mitgliedschaft in der Euro-Zone sind ökonomische Kriterien erforderlich, die man erfüllen muss", sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Rande eines EU-Treffens in Tallinn. Wenn die Kriterien nicht erfüllt seien, sei eine Aufnahme nicht im Interesse der Währungsunion, da ansonsten ihre Stabilität gefährdet werden könnte. Ähnlich äußerten sich Schäubles französischer Kollege Bruno Le Maire und der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hatte am Mittwoch vorgeschlagen, den Euro in allen EU-Ländern einzuführen. Derzeit sind 19 der 28 EU-Länder im Euro.

EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici sagte, dass der Euro laut den Verträgen der Union die Währung aller Mitgliederländer ist, doch müssten die jeweiligen Staaten selbstständig über den Beitritt entscheiden.

(rtr)
 
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