| 10.36 Uhr

Düsseldorf
Flughafen feiert seinen Rekord

Düsseldorf. Der Ausbau und die Krise von Air Berlin waren Thema beim Neujahrsempfang. Von Reinhard Kowalewsky

Zwei Politiker fehlten gestern beim Jahresempfang des Flughafens auffällig: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek und sein Staatssekretär Michael von der Mühlen (beide SPD) hatten sich entschuldigen lassen - man will jeden Anschein auf Parteilichkeit vermeiden. Immerhin muss das Ministerium den Antrag prüfen, die Kapazitäten des Flughafens um 18 Prozent zu erhöhen.

Um trotzdem für den Ausbau zu werben, hatte Flughafenchef Thomas Schnalke einen prominenten Gast eingeladen: Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Hüther erklärte, NRW solle "endlich sein wirtschaftliches Potenzial heben", ein Seitenhieb auf die rot-grüne Landesregierung. Es gäbe einen engen Zusammenhang zwischen florierendem Luftverkehr und wirtschaftlichem Wachstum. Also brauche der Flughafen Düsseldorf "eine Wachstumsperspektive, um die Nachfrage langfristig stimulieren zu können". Dies sieht Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, ebenso: "Der Flughafen braucht die Kapazitätserweiterung, um weiter Jobmaschine für die Region Düsseldorf zu sein." Ein Großteil der Unternehmer befürworte mehr Flugverbindungen. Schnalke verwies auf den achten Passagierrekord in Folge in 2016 mit 23,5 Millionen Fluggästen: "Wir müssen uns auf die wachsenden Mobilitätsbedürfnisse der Menschen einstellen."

Ansonsten war Hauptthema auf dem Empfang mit rund 600 Gästen, wie sich die in Düsseldorf wichtigsten Airlines Air Berlin und Lufthansa/Eurowings annähern. Von der Lufthansa-Tochter Eurowings war der Geschäftsführer Michael Knitter gekommen - schon bald übernimmt Eurowings rund 40 Jets von Air Berlin. Der Ende des Monats scheidende Air Berlin-Chef Stefan Pichler war ebenfalls unter den Gästen.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Düsseldorf: Flughafen feiert seinen Rekord


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.