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Wiesbaden
Frauen verdienen ein Fünftel weniger als Männer

Wiesbaden. Nach der Einführung des Mindestlohns hat sich die Kluft bei den Verdiensten von Männern und Frauen im vergangenen Jahr etwas verringert. Arbeitnehmerinnen kamen auf durchschnittlich 16,20 Euro brutto je Stunde, das waren 21 Prozent weniger als Männer (20,59 Euro) verdienen. Im Jahr zuvor hatte der Abstand noch 22 Prozent betragen, wie das Statistische Bundesamt im Vorfeld des Equal Pay Day am kommenden Samstag mitteilte. Qualifikation und Art der Tätigkeit werden dabei nicht berücksichtigt. Einer der Gründe könnte die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Stunde zum 1.

Januar des vergangenen Jahres sein, erklärten die Statistiker. Besonders weit geht die Schere nach wie vor in Westdeutschland auseinander. Dort lag der Verdienstunterschied unverändert bei 23 Prozent. In den neuen Ländern waren es nur acht Prozent - die Kluft verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr etwas. Frauen arbeiten aus familiären Gründen häufig in Teilzeit. Oft sind sie auch in Branchen mit geringerer Bezahlung tätig. Bei vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation verdienten Frauen den Angaben zufolge im Jahr 2010 pro Stunde rund sieben Prozent weniger als Männer.

(dpa)
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