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München
Fusion von Linde und Praxair ist gescheitert

München. Kaum begonnen und schon in Luft aufgelöst: Der Gasehersteller Linde und der US-Konzern Praxair haben ihre Fusionsgespräche aufgegeben. Vor gut vier Wochen hatten beide Unternehmen bekanntgegeben, einen Zusammenschluss unter Gleichen zu prüfen. Aber dann wurden sich die Unternehmen vor allem bei der Wahl des Firmensitzes und der Struktur des fusionierten Unternehmens nicht einig, wie aus Gesprächskreisen verlautet. In Detailfragen sei es nicht zu einer Einigung gekommen, hieß es nun offiziell. Anleger zeigten sich über das Scheitern der Verhandlungen enttäuscht.

Linde-Aktien gehörten gestern zu den Verlierern im Dax. Nach der Ankündigung Mitte August war der Kurs stark gestiegen. Die Pläne waren in der Finanzwelt auf viel Zustimmung gestoßen. Ein Zusammengehen hatten Analysten als strategisch sinnvoll begrüßt. Bei Linde hieß es denn auch, die Sinnhaftigkeit einer Fusion sei in den Gesprächen grundsätzlich bestätigt worden. Hätte die Transaktion geklappt, wäre ein neuer Weltmarktführer für Industriegase entstanden.

(dpa)
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