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Berlin
Gabriel soll Gas-Kooperation mit Belgien zustimmen

Berlin. Die Energiepolitiker der Koalition drängen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), schneller über die Bildung eines grenzüberschreitenden deutsch-belgisch-luxemburgischen Gasmarktes zu entscheiden. Das Projekt mit dem Arbeitstitel Hub Integration Project (HIP) "könnte nicht nur einen konkreten Beitrag zur Verwirklichung eines EU-Gasbinnenmarktes leisten, sondern wäre auch von strategischer Bedeutung, da Deutschland dadurch Zugang zur LNG-Infrastruktur bekäme", heißt es in einem Schreiben der Abgeordneten Joachim Pfeiffer und Thomas Bareiß (beide CDU) sowie Bernd Westphal und Florian Post (beide SPD) an Gabriel. LNG ist die Abkürzung für Flüssiggas.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer unterstützte das Anliegen. "Eine stärkere Verzahnung des Gasmarkts mit unseren westlichen Nachbarn ist längst überfällig, denn das ist ein Gegengewicht zur immer größer werdenden Dominanz von Russland auf dem deutschen Gasmarkt", sagte Krischer. "Dass Gabriel die Marktkopplung seit Jahren verhindert, ist Ergebnis der Schröder-Putin-Connection." Nicht erst dieser Fall zeige, "dass Putins Einfluss beim Thema Gas bis auf den Schreibtisch von Gabriel reicht".

(mar)
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