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Brüssel
Geldgeber und Athen streiten über Enteignungen

Brüssel. Die Auszahlung der nächsten Tranche aus dem 86 Milliarden Euro schweren Euro-Rettungspaket für Griechenland zieht sich hin. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem kündigte an, dass die Finanzminister nicht über die Rate von zwei Milliarden Euro entscheiden würden, solange Athen die versprochenen Reformen wie die Rekapitalisierung der Banken nicht geliefert habe. Die Europäische Zentralbank taxiert den Kapitalbedarf der vier griechischen Großbanken auf 14 Milliarden Euro.

Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis sprach von einer politischen Entscheidung. Konkret geht es beim Streit darum, wie faule Kredite gekündigt werden können. Athen zufolge darf eine Lösung nicht dazu führen, dass Tausende Griechen ihre Häuser oder Wohnungen verlieren. Die Gläubiger wollen dagegen die Banken in die Pflicht nehmen.

(rtr)
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