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Geschäftseinbußen
Warmer September verdirbt Einzelhändlern das Herbstgeschäft

Geschäftseinbußen: Warmer September verdirbt Einzelhändlern das Herbstgeschäft
Weil der September sehr warm war, konnte der Einzelhandel kaum Herbstprodukte verkaufen. FOTO: dpa, jst cul lof
Berlin. Die stärksten Geschäftseinbußen seit zwei Jahren verzeichnen die deutschen Einzelhändler im September. Schuld ist der warme September, der dem Einzelhandel das Herbstgeschäft vermiest hat.

Der Umsatz der Einzelhändler sank um 1,1 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Preisbereinigt (real) fiel er sogar um 1,4 Prozent und damit den zweiten Monat in Folge. Ökonomen hatten hier einen leichten Zuwachs von 0,2 vorausgesagt.

Hauptgrund für das schlechte Abschneiden dürften vor allem die ungewöhnlich warmen Temperaturen gewesen sein, die der Modebranche im September zu schaffen machten. Die Kunden griffen dadurch nicht wie erhofft bei den neuen Herbst- und Winterkollektionen zu. Der Umsatz mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren fiel deshalb real um 7,7 Prozent niedriger aus als im September 2015.

Trotzdem deutliches Plus für 2016 angesteuert

Trotz des Rückschlags steuern die Einzelhändler in diesem Jahr aber auf ein deutliches Umsatzplus zu. Von Januar bis September zählten sie 2,2 Prozent und real 2,1 Prozent mehr in den Kassen als im Vorjahreszeitraum. Die Stimmung der Verbraucher hat sich zuletzt zwei Monate in Folge etwas abgekühlt.

Allerdings ist die Kauflaune nach wie vor sehr gut, da niedrige Energiepreise und steigende Löhne die Kaufkraft stärken und die Beschäftigung auf Rekordniveau liegt. Der Handelsverband HDE geht davon aus, dass die Branche ihren Umsatz 2016 um rund 2,5 Prozent steigert.

(mre/REU)
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