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Gesundheitsversorgung
Krankenkassen rechnen auch 2017 mit steigenden Zusatzbeiträgen

IGel-Hilfe: Selbst zahlen, oder nicht?
IGel-Hilfe: Selbst zahlen, oder nicht? FOTO: dpa, Patrick Pleul
Berlin. Die Krankenkassen rechnen auch 2017 mit steigenden Zusatzbeiträgen. Die Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), Doris Pfeiffer, machte dafür die Gesundheitsreformen der Bundesregierung verantwortlich.

Man müsse Ross und Reiter benennen, sagte sie der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland": "Krankenhausreform, Präventionsgesetz, Hospiz- und Palliativgesetz sind zum Teil auch positiv zu bewerten, kosten aber zusätzliches Geld." Die Krankenkassen hätten seit Jahren ein strukturelles Defizit, weil die Ausgaben stärker stiegen als die Einnahmen. Dies müsse der Gesetzgeber im Blick haben.

Um die Arzneimittelkosten zu reduzieren, fordert Pfeiffer von der Politik, Preisverhandlungen mit den Herstellern rückwirkend gelten zu lassen. Derzeit können Pharmafirmen ein Jahr lang die Preise selbst festlegen. "Es kann nicht sein, dass die Beitragszahler höhere Preise für Produkte zahlen müssen, obwohl diese gar keinen Zusatznutzen gegenüber bewährten Therapien haben", so Pfeiffer.

(felt/KNA)
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