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Stuttgart
Grundstein für Stuttgart 21 gelegt

Stuttgart. Sechs Jahre nach Baubeginn nennt Bahn-Chef Grube das Projekt unumkehrbar.

Begleitet von Protesten hat Bahnchef Rüdiger Grube gestern den Grundstein für das Milliardenprojekt Stuttgart 21 gelegt. "Das ist ein deutliches Zeichen, dass das Projekt unumkehrbar ist", betonte Grube mit Blick auf Widerstände. Er sprach von einem "großen Geschenk" an die Stadt. Am Rande der Feier gab es Pfiffe und Proteste von 150 Gegnern des Vorhabens. Vor sechs Jahren wollten Kritiker Stuttgart 21 mit Massenprotesten verhindern.

Die Bahn wies Spekulationen um eine Kostenexplosion zurück. Grube betonte, dass selbst bei Eintreten aller Risiken der Finanzierungsrahmen von 6,5 Milliarden Euro gewahrt bleibe. Dem Vernehmen nach kommt aber der Rechnungshof auf Kosten von bis zu zehn Milliarden. Ende 2021 soll die unterirdische Durchgangsstation in Betrieb gehen - daher der Name Stuttgart 21.

Bei der Feier legten Bahnvertreter auf dem ersten betonierten Abschnitt der Bodenplatte den Grundstein für das zentrale Bauwerk. Der neue Bahnhof von Stararchitekt Christoph Ingenhoven ist Kern der Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Durch die Tieferlegung von Bahnhof und Gleisen erhält die Stadt zusätzliche Flächen, der Lärm soll gemindert werden.

(dpa)
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