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Düsseldorf
Handwerk: Flüchtlinge besser integrieren

Düsseldorf. Handwerks-Präsident Andreas Ehlert ruft dazu auf, die Anstrengungen zur Integration von Flüchtlingen zu verstärken. "Wir müssen Möglichkeiten für Praktika in Betrieben schaffen und betriebliche Ausbildungsplätze anbieten", sagte Ehlert gestern beim Herbstempfang der Handwerkskamer Düsseldorf. Gerade berufliche Ausbildung könne ein hervorragendes Mittel sein, um junge Zuwanderer in Deutschland zu integrieren. Auch das Handwerk habe bereits erste Modellprojekte zur beruflichen Integration von Flüchtlingen auf den Weg gebracht, etwa in Duisburg oder Dortmund.

Das allein reiche aber nicht aus. An den Berufskollegs brauche es etwa drei- bis viermal mehr Plätze für Zuwanderer als bisher - mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache. "Wir vom Handwerk wollen und können unseren Beitrag leisten", sagte Ehlert. Auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) würdigte die Rolle des Handwerks bei der Integration von Flüchtlingen. Zugleich sagt sie mit Blick auf Diskussionen bei der EU-Kommission: "Der Meisterbrief muss erhalten bleiben.

" Er sei eine Marke, die müsse man schützen und pflegen. Zu dem Empfang kamen 350 Gäste, darunter waren auch NRW-Arbeitsminister Rainer Schmeltzer (SPD) sowie der französische Generalkonsul Vincent Müller.

(kib)
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