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Berlin
In Deutschland arbeiten immer mehr Südeuropäer

Berlin. Immer mehr Arbeitnehmer aus den Euro-Krisenländern finden in Deutschland Arbeit: Die Zahl der Beschäftigten aus Griechenland, Italien, Portugal und Spanien ist im April um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 588.000 gestiegen. Das geht aus einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit (BA) über die Auswirkungen der Migration hervor, der unserer Zeitung vorliegt. Demnach nahm die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus den vier Ländern sogar um 4,6 Prozent zu. Sie übersprang damit erstmals die Marke von 500.000. Die geringfügige Beschäftigung von Personen aus diesen Ländern nahm dagegen um 2,8 Prozent ab.

Seit dem Ausbruch der Schuldenkrise 2010 nahm die Beschäftigung von Arbeitnehmern aus den Krisenländern kontinuierlich zu. "Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Beschäftigten aus diesen vier Ländern überdurchschnittlich erhöht", heißt es. Den höchsten Zuwachs verzeichnete die BA bei Griechen mit plus fünf Prozent. Zugleich hat sich die Arbeitslosigkeit verringert: Die Arbeitslosenquote für Griechen, Italiener, Portugiesen und Spanier ging von 10,8 Prozent im April 2016 auf 9,9 Prozent in diesem Frühjahr zurück.

(mar)
 
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