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Schulpolitik
In Deutschland bleibt jeder 20. Schüler ohne Abschluss

Was tun bei schlechten Noten?
Was tun bei schlechten Noten? FOTO: dpa, Michael Löwa
Berlin. Der Anteil der Schulabgänger in Deutschland, die den Hauptschulabschluss nicht erreicht haben, liegt bei 5,6 Prozent. Dies geht aus einer Bildungsstudie der Caritas hervor.

Damit geht etwa jeder 20. Schüler in Deutschland ohne Abschluss von der Schule ab. Die Quote ist erstmals seit fünf Jahren nicht gesunken. Ausgewertet wurden Daten aus mehr als 400 kreisfreien Städten und Landkreisen.

Innerhalb Deutschlands zeichnen sich erhebliche Unterschiede ab. Während die Quote in Hamburg und Bayern bei rund 4,4 Prozent liegt, erreicht sie in Mecklenburg-Vorpommern rund 9,6 Prozent. Heidelberg (Baden-Württemberg) sowie die bayerischen Landkreise Eichstätt und Bad Kissingen gehören mit einer Quote von nur 1,7 Prozent zu den Spitzenreitern. Im Landkreis Mansfeld-Südharz (Sachsen-Anhalt) berägt der Anteil dagegen 12,6 Prozent. Auch in vielen Ruhrgebietsstädten verlassen überdurchschnittlich viele junge Menschen die Schule ohne Abschluss. Gelsenkirchen meldet eine Quote von 11,2 Prozent, Essen liegt bei 7,4, Duisburg bei 6,6 Prozent. Allerdings verzeichnet Duisburg den niedrigsten Wert seit 2009.

Der Präsident der Caritas Deutschland, Peter Neher, appellierte an Politik, Schulen, Arbeitsämter und Unternehmen, stärker zu kooperieren. "Das gelingende Miteinander von Schulsozialarbeit, frühen Hilfen, Berufsberatung und Elternarbeit trägt entscheidend dazu bei, dass Kinder und Jugendliche ihren Hauptschulabschluss erreichen", teilte Neher mit. Wer die Schule ohne Abschluss verlasse, habe deutlich weniger Chancen auf einen Ausbildungsplatz und somit fast zwangsläufig eine schlechte berufliche Perspektive.

(epd)
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