Simbabwe: Inflationsrate steigt über 1.000 Prozent
zuletzt aktualisiert: 14.05.2006 - 15:27Harare (rpo). Bei einer Inflationsrate von erstmals mehr als 1.000 Prozent hat sich der Überlebenskampf für Millionen Simbabwer weiter verschärft. Eine Autobatterie kostet inzwischen so viel, wie die Simbabwer vor zehn Jahren für 14 Neuwagen bezahlten.
Die Preissteigerung in den zwölf Monaten bis April gab die Statistikbehörde des südafrikanischen Landes am Wochenende mit 1.042,9 Prozent an. Im März waren es noch 913 Prozent gewesen.
Allein im April stiegen die Preise für Grundnahrungsmittel binnen Monatsfrist um 27 Prozent, wie Behördenchef Moffat Nyoni am Samstag im staatlichen Rundfunk mitteilte. Der Preis für ein billiges Mobiltelefon stieg im Vergleich zu 1996 auf das 5.000-fache.
Mindestens ein Viertel der zwölf Millionen Einwohner von Simbabwe sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen in den kommenden Wochen dringend auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Seit der Landreform von Präsident Robert Mugabe im Februar 2000 befindet sich die Volkswirtschaft des Landes im freien Fall. Die Enteignung von 5.000 weißen Farmern hat die Landwirtschaft zum Erliegen gebracht und eine Hungersnot ausgelöst.
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