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Hildesheim
Investoren interessiert an Traditionsmarke Blaupunkt

Hildesheim. Hoffnung für den insolventen Elektronik-Hersteller Blaupunkt: Bei dem angeschlagenen Unternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Hildesheim bahnt sich der Einstieg eines Investors an. Ein Sprecher bestätigte ernsthafte Gespräche.

"Ziel ist es, den Geschäftsbetrieb und möglichst viele Arbeitsplätze zu retten", hieß es. Die Blaupunkt Technology Group mit 450 Mitarbeitern in sechs Ländern restrukturiert sich seit September per Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Das Management bleibt dabei im Amt und übernimmt die Sanierung selbst, ihm wird allerdings ein Sachwalter zur Seite gestellt - bei Blaupunkt übernimmt Rainer Eckert diese Rolle. Er sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung": "Wir sind in entscheidenden Gesprächen mit zwei Investoren." Dabei handele es sich um einen strategischen - also am Blaupunkt-Geschäft selbst interessierten - Investor sowie um einen Finanzinvestor. "Die beiden sind erst mal in die engere Auswahl gekommen, wir sind aber auch mit anderen im Gespräch", ergänzte der Sprecher.

Während des vorläufigen Insolvenzverfahrens übernimmt die Arbeitsagentur für drei Monate die Löhne. Die Eröffnung des beantragten Verfahrens wird für Anfang Dezember erwartet.

Der Autoelektronik-Spezialist - zu dessen ursprünglichem Kerngeschäft Radios, Verstärker und Lautsprecher zählten - war vor gut sieben Jahren vom Technikkonzern Bosch an den Investor Aurelius verkauft worden. Die Traditionsmarke hatte 1952 das erste UKW-Autoradio vorgestellt und in den 80er-Jahren das nach Firmenangaben weltweit erste Navigationssystem ("Navi") entwickelt. Blaupunkt wurde 1923 gegründet und lässt seine Produkte heute in Malaysia fertigen.

(dpa)
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