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Jerusalem
Israels Polizei prüft U-Boot-Vertrag mit Thyssenkrupp

Jerusalem. Israels Polizei soll einen U-Boot-Vertrag mit Deutschland unter die Lupe nehmen. Das israelische Justizministerium teilte mit, dass der Generalstaatsanwalt eine polizeiliche Untersuchung des rund 1,5 Milliarden Euro schweren Kaufs von drei U-Booten von ThyssenKrupp angeordnet habe. Wegen dieses Geschäfts steht Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seit Tagen in der Kritik. Sein persönlicher Rechtsberater David Schimron soll als Bevollmächtigter auch die ThyssenKrupp-Marinesparte in Israel vertreten haben.

Netanjahu und Schimron wiesen jegliches Fehlverhalten zurück. ThyssenKrupp Marine Systems teilte mit, keine vertraglichen Verbindungen zu dem Anwalt zu haben. Zuvor hatte der Konzern bereits eine eigene Untersuchung des umstrittenen U-Boot-Geschäfts "Wir machen jetzt das, was wir im Rahmen unserer Prozesse immer machen, wenn wir Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bekommen: Wir gehen diesen vollumfänglich nach und klären den Sachverhalt auf", hatte Vorstandsmitglied Donatus Kaufmann der "FAZ" gesagt.

(rtr)
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