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Mailand
Italien hält bald zwei Drittel der Anteile an Monte dei Paschi

Mailand. Kleinaktionäre der verstaatlichten italienischen Bank Monte dei Paschi sollen ihre Anteilsscheine in vorrangige Schulden tauschen können. Ein entsprechendes Umtauschangebot kündigte die Bank im Namen des italienischen Staates an. Im Zuge der Transaktion dürfte der Staat seine Beteiligung an Monte Paschi von 52,2 auf 67,8 Prozent aufstocken. Er hatte die traditionsreiche toskanische Bank mit einem acht Milliarden Euro schweren Rettungspaket vor dem Kollaps bewahrt. Nachrangige Anleihen wurden in Eigenkapital umgewandelt, die Inhaber wurden damit unfreiwillig zu Aktionären.

Der Staat hatte jedoch zugesagt, 1,5 Milliarden Euro zur Entschädigung von Kleinanlegern bereitzustellen, denen die Anleihen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als sicheres Investment verkauft worden waren. Der Staat will langfristig an seiner Beteiligung festhalten. Der italienische Versicherer Generali ist mit einem Anteil von 4,3 Prozent zweitgrößter Aktionär. Monte dei Paschi gilt als älteste noch aktive Geschäftsbank der Welt.

(rtr)
 
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