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Rom
Italien schließt Staatshilfe für Banken nicht aus

Rom. Der Chef der italienischen Notenbank zieht einen staatlichen Eingriff zur Rettung angeschlagener Geldhäuser in Erwägung. Italien brauche ein öffentliches Sicherheitsnetz, das im Notfall greifen könne, sagte Ignazio Visco. "Angesichts des Risikos, dass in einem Umfeld großer Unsicherheit einige Probleme das Vertrauen in das Bankensystem unterwandern, kann ein öffentliches Eingreifen nicht ausgeschlossen werden", meinte Visco.

Am schlimmsten sieht es beim Traditionshaus Monte dei Paschi di Siena aus, dessen Wert an der Börse auf ein Rekordtief gefallen ist. Experten glauben, dass die Bank ihre faulen Kredite von 43,4 Milliarden Euro nicht ohne staatliche Hilfe abbauen kann. EU-Regeln sehen vor, dass notleidende Banken möglichst nicht mehr mit dem Geld der Steuerzahler gerettet werden sollen.

(dpa)
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