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Rom
Italien will private Bank-Anleger mit Steuergeld entschädigen

Rom. Bei den Gesprächen zwischen der EU-Kommission und Italien über die Stützung mehrerer angeschlagener Banken zeichnet sich ein möglicher Kompromiss ab. Wie der "Spiegel" berichtet, will sich Italien an die sogenannte Abwicklungsrichtlinie halten, die verhindern soll, dass der Steuerzahler allein für die Verluste von Banken haftet, und stattdessen die Anteilseigner und Gläubiger heranzieht. In Italien sollten nun nur Profi-Investoren Verluste aus einem solchen

"bail-in" hinnehmen müssen, Privatanleger sollten in einem zweiten Schritt mit Steuergeld für ihre Verluste entschädigt werden, schreibt das Magazin. Daneben könnten direkte Staatshilfen für Banken zum Einsatz kommen. Das würde allerdings ein Beihilfeverfahren durch die Brüsseler Wettbewerbsbehörde auslösen, die mögliche Auflagen für die Hilfen prüfe, so der "Spiegel". Nach Einschätzung von Finanzminister Pier Carlo Padoan sind die jüngsten Turbulenzen rund um italienische Banken vor allem eine Folge des Brexit-Votums. "Der Auslöser der Krise der letzten Wochen liegt doch nicht in Italien, sondern ist das Ergebnis des britischen Referendums", sagte Padoan der "Bild". Es habe eine Welle der Unsicherheit an den Finanzmärkten gegeben.

Quelle: RP
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