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Konjunktur
IWF hebt Prognose für Euroraum an

Die Entwicklung des Euro
Die Entwicklung des Euro FOTO: Ferl
Washington . Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht Anzeichen für eine leichte wirtschaftliche Erholung in der Eurozone. Dank des Ölpreistiefs, des schwächeren Euros und niedriger Zinsen ziehe das Wachstum im europäischen Währungsraum etwas an.

Das schreibt der IWF in seinem am Dienstag veröffentlichten Weltwirtschaftsausblick. Für das laufende Jahr sagen die IWF-Experten ein Wachstum von 1,5 Prozent voraus - das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als in der Konjunkturprognose vom Januar. Im Jahr 2016 könnte die Wirtschaft im Euroraum um 1,6 Prozent zulegen, ein Plus von 0,2 Prozentpunkten.

Der Währungsfonds begrüßte die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, zusätzlich zu den Nullzinsen monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von 60 Milliarden Euro zu kaufen. Die Erholung im Euroraum bleibe aber "fragil und ungleichmäßig". Ausdrücklich nannte der IWF Risiken durch die Schuldenkrise in Griechenland. Deutschland rief die in Washington ansässige internationale Organisation erneut auf, mit öffentlichen Investitionen mehr für die Stärkung des Wachstums zu tun.

Bei der weltweiten Wachstumsprognose hielt der IWF weitgehend an den Zahlen vom Januar fest. Die globale Wirtschaftsleistung wird demnach in diesem Jahr um 3,5 Prozent und im kommenden Jahr um 3,8 Prozent zulegen. In den USA verliert die Konjunktur allerdings leicht an Fahrt: Die größte Volkswirtschaft der Welt wird laut Währungsfonds in diesem Jahr nur noch um 3,1 Prozent zulegen, ein Minus von 0,5 Prozentpunkten im Vergleich zum Januar-Ausblick.

Das Wachstum in China geht den IWF-Schätzungen zufolge von 6,8 Prozent in diesem Jahr auf 6,3 Prozent im kommenden Jahr zurück. Besonders hart trifft es weiter die russische Wirtschaft, die mit dem niedrigen Ölpreis und den westlichen Sanktionen wegen der Ukraine-Krise zu kämpfen hat. Für 2015 rechnet der Währungsfonds mit einem Rückgang des russischen Bruttoinlandsproduktes um 3,8 Prozent.

gw/ilo

AFP

(AFP)
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