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Vorstoß aus New York
IWF: EU soll Griechenland Zins und Tilgung bis 2040 stunden

Gläubiger haben Griechenland bisher mit 140 Milliarden entlastet
Gläubiger haben Griechenland bisher mit 140 Milliarden entlastet
Washington. Der Internationale Währungsfonds hat im Streit um ein neues Hilfspaket für Griechenland einem Medienbericht zufolge mit einem neuen Vorschlag für Wirbel gesorgt.

Die Länder der Eurozone sollen Griechenlands Hilfskredite in Höhe von bisher rund 200 Milliarden Euro demzufolge bis 2040 zins- und tilgungsfrei stellen.
In Brüssel wurde das Ansinnen mit Skepsis aufgenommen. Ein IWF-Sprecher wollte den Bericht am Dienstag auf dpa-Anfrage nicht kommentieren.

Dem Beitrag im "Wall Street Journal" zufolge sollen die Kredite schrittweise fällig werden, teils erst 2080. Dies würde den griechischen Schuldendienst unter einer Quote von 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes halten, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf mit der Materie vertraute Personen.

Der IWF ist derzeit noch nicht an einem dritten Hilfspaket für Griechenland in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro beteiligt. Vor allem Deutschland pocht auf eine Beteiligung des Fonds. Ein Lösung muss bis Juli gefunden sein, wenn ein Teil der griechischen Kredite zur Rückzahlung fällig wird. Der IWF hatte wiederholt beteuert, er wolle nur an einer realistischen und nachhaltig tragfähigen Lösung mitarbeiten. Unter anderem hält er die Zielsetzung, Griechenland könne langfristig einen Primärüberschuss von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes erwirtschaften, für kaum machbar.

Die Eurogruppe tagt erneut am Dienstag kommender Woche (24. Mai). Der Vorstoß aus Washington wird in Brüssel als wenig attraktiv bewertet. Die Europäer sind aber dennoch vorsichtig optimistisch, bei der nächsten Eurogruppe eine umfassende Vereinbarung für Griechenland zu finden. Dieser Kompromiss würde den Weg für weitere, dringend benötigte Milliardenzahlungen an das pleitebedrohte Land eben.

Zu dem Paket gehörten nicht nur Spar- und Reformauflagen für Athen, sondern auch eine politische Vereinbarung für Schuldenmaßnahmen, die den Ansprüchen des IWF genügen. "Das ist schwierig, aber nicht außerhalb der Reichweite", bilanzierte ein Verantwortlicher. Hinter den Kulissen gebe es "sehr intensive technische Debatten" zum Thema Schulden.

Die Europäer und der IWF haben unterschiedliche Auffassungen über die künftige Budgetlage in Athen. Während die Europäer mit einem Primärüberschuss (vor Schuldendienst) von 3,5 Prozent im übernächsten Jahr rechnen, erwartet der IWF nur 1,5 Prozent. Der IWF habe eine negative Einschätzung der Lage, hieß es in Brüssel.

(felt/dpa)
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