Mit 15 Staaten: Japan will asiatische Freihandelszone gründen
zuletzt aktualisiert: 04.04.2006 - 07:31Tokio (rpo). Für eine Gründung einer Freihandelszone in Asien will sich die japanische Regierung einsetzen. Der Verbund sol nach dem Vorbild der EU und der nordamerikanischen Freihandelszone NAFTA gebildet werden, 15 asiatisch-pazifischen Staaten sollen dazu gehören.
Das erklärte ein Sprecher des Handels- und Wirtschaftsministeriums am Dienstag in Tokio. Außer Japan sollten China, Südkorea, Indien sowie die zehn Asean-Staaten Birma, Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam der Freihandelszone angehören. Zu dem Verbund würden somit drei Milliarden Menschen zählen, rund als die Hälfte der Weltbevölkerung. Sein Bruttoinlandsprodukt würde 9,1 Milliarden Dollar (7,5 Milliarden Euro) betragen.
Durch den Handelsverbund solle die "wirtschaftliche Integration Asiens", die sich ohnehin bereits vollziehe, beschleunigt werden, erklärte das Wirtschaftsministerium. Den Angaben zufolge wollte der japanische Wirtschaftsminister Toshihiro Nikai den Plan am Freitag bei einem Regierungstreffen vorstellen.
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