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Nürnberg/Berlin
Jedes siebte Kind lebt inzwischen von Hartz IV

Nürnberg/Berlin. Die Zuwanderung von Flüchtlingen, aber auch EU-Bürgern hat die Zahl der auf Hartz IV angewiesenen Kinder und Jugendlichen stark steigen lassen. Im vergangenen Jahr sei jeder Siebte unter 18 Jahren auf die Unterstützung der Jobcenter angewiesen gewesen.

Noch vor fünf Jahren war es lediglich knapp jeder achte Minderjährige, geht aus jüngsten Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Ziehe man Hilfebedürftige mit ausländischem Pass ab, habe sich die Lage allerdings verbessert, betonte ein Sprecher der Bundesagentur. Diese Einschätzung teilt auch Thorsten Lietzmann vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). "Es sind neue Gruppen in die Grundsicherung gekommen - und das wird bei den Kindern besonders deutlich."

Insgesamt lebten im vergangenen Juni 2,052 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Familien, die auf Hartz IV angewiesen waren. Einen wachsenden Anteil davon stellen inzwischen Kinder und Jugendliche aus EU-Zuwanderer- und Flüchtlingsfamilien. Nach Bundesagentur-Angaben lebten Mitte vergangenen Jahres 583.600 Kinder und Jugendliche in ausländischen Familien, die Hartz IV bezogen. Im Vergleich zum Juni 2016 entspricht dies einem Plus von 41,1 Prozent.

(dpa)
 
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