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Milchkrise
Bauernpräsident fordert konkrete Angaben zu Staatshilfe

Joachim Rukwied: Bauernpräsident fordert konkrete Angaben zu Staatshilfe
"Es zeichnet sich ab, dass binnen eines Jahres fünf Prozent der Betriebe aufgeben", sagte Rukwied. FOTO: dpa, bvj fdt
Osnabrück. Bauernpräsident Joachim Rukwied verlangt Klarheit darüber, mit wie viel staatlicher Unterstützung die von der Milchkrise betroffenen Landwirte rechnen können.

"Die Bauern erwarten eine konkrete Zahl", sagte Rukwied der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag. Er erwarte, dass Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) auf dem am Mittwoch beginnenden Bauerntag "sein x konkretisiert". Schmidt hatte den Bauern 100 Millionen Euro plus x in Aussicht gestellt.

Derzeit ist der Milchpreis sehr niedrig. Grund dafür ist ein Überangebot an Milch – nicht nur in Deutschland, sondern in Europa und weltweit. Viele Bauern können mit den niedrigen Preisen ihre Kosten nicht decken.

Rukwied sagte in dem Zeitungsinterview, die Lage auf den Höfen in Deutschland reiche "von sehr angespannt bis dramatisch". Binnen zwei Jahren hätten viele Betriebe mehr als die Hälfte ihres Einkommens verloren. "Es zeichnet sich ab, dass binnen eines Jahres fünf Prozent der Betriebe aufgeben", sagte Rukwied. Manche würden ganz aus der Landwirtschaft aussteigen, andere einzelne Betriebszweige aufgeben.

(gol/AFP)
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