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Mülheim/Ruhr
Kaiser's soll bis Jahresende an Edeka gehen

Mülheim/Ruhr. Die angeschlagene Supermarktkette Kaiser's Tengelmann soll noch in diesem Jahr von Edeka übernommen werden. Das geht aus einem Brief des Kaiser's Tengelmann-Aufsichtsrats an die rund 15.000 Beschäftigten des Unternehmens hervor. In einem zweiten Schritt werde Edeka rund die Hälfte der über 120 Filialen im Großraum Berlin sowie jeweils zwei Filialen in München und in Nordrhein-Westfalen an den Konkurrenten Rewe weitergeben, hieß es weiter.

Die "Lebensmittel Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet. Der Aufsichtsrat von Kaiser's Tengelmann wurde gestern durch Edeka-Chef Markus Mosa, Rewe-Vorstand Lionel Souque und den Verdi-Vorsitzenden Frank Bsirske über den Stand der Verhandlungen unterrichtet. Demnach sollen die Verträge zur Übernahme und Aufteilung von Kaiser's Tengelmann bis 2. Dezember unterschriftsreif sein. Rewe habe versprochen, seine Beschwerde gegen die Ministererlaubnis "dann auch umgehend zurückzuziehen".

Über die Aufteilung der Läden und den Kaufpreis hatten sich Edeka und Rewe bereits in den vergangenen Wochen geeinigt. Der Aufsichtsrat betonte, unabhängig davon, ob Betriebsteile von Edeka oder Rewe übernommen würden, seien in allen Fällen die Bedingungen der Ministererlaubnis gültig. Dies sichert den Beschäftigten langfristige Arbeitsplatzgarantien.

(dpa)
 
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