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Dubai
Katar stützt Aufsichtsrats-Chef der Deutschen Bank

Dubai. Der Chefkontrolleur der Deutschen Bank, Paul Achleitner, bekommt Rückendeckung aus Katar. Die Herrscherfamilie Al-Thani, die vor zwei Jahren als Großaktionär bei dem Geldhaus eingestiegen war, stellte sich hinter den 59-jährigen Österreicher. Sie betonte, es sei nicht im Interesse der Aktionäre, wenn Achleitner seinen Posten mit Vertragsablauf 2017 aufgebe. Katar hält 6,1 Prozent und ist nach dem US-Fonds Blackrock (6,5 Prozent) der zweitgrößte Aktionär der Deutschen Bank. Das Herrscherhaus reagierte auf einen Bericht des "Manager Magazins", wonach Katar auf einen Wechsel an der Aufsichtsratsspitze dränge, weil die Bank die in Aussicht gestellten Renditen nicht liefere.

Die Kritik an Achleitner war unter Großaktionären gewachsen. Investoren werfen dem Ex-Goldman-Sachs-Banker vor, zu lange am Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen festgehalten zu haben. Achleitner trage daher eine Mitschuld daran, dass die Bank heute schlechter dastehe als viele Konkurrenten. Bei den Arbeitnehmern genießt er dagegen Vertrauen.

(rtr)
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