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Öffentlicher Dienst: Keine Bewegung im Tarifkonflikt

zuletzt aktualisiert: 25.02.2008 - 19:11

Potsdam (RPO). Die Tarifverhandlungen zwischen den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen und den Gewerkschaften geht weiter. Auch in der vierten Runde zeichnet sich kein Ergebnis ab. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sprach am Montagabend in Potsdam trotzdem von "konstruktiven" Gesprächen.

Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt. Die Verhandlungen werden planmäßig am Dienstag um 8.30 Uhr in Potsdam fortgesetzt.

Vor Beginn der zweitägigen Verhandlungen hatten die Tarifparteien ihre ursprünglichen Forderungen bekräftigt. Die Gewerkschaften fordern für die rund 1,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst bei Bund und Kommunen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber ein Plus von monatlich 200 Euro. Die Arbeitgeber bieten eine Lohnerhöhung in mehreren Stufen um insgesamt fünf Prozent an. Diese wäre mit einer Anhebung der Arbeitszeit in Westdeutschland um 1,5 Stunden pro Woche verbunden: Ab Juli 2008 solle das Pensum wie im Osten auf 40 Stunden steigen. Der Abschluss soll anschließend auch auf die rund 600 000 Beamten bei Bund und Kommunen übertragen werden, weshalb auch der Deutsche Beamtenbund mit am Verhandlungstisch sitzt.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU), der als Verhandlungsführer für den Bund am Tisch sitzt, hatte die Gewerkschaften zu Beginn der Verhandlungen erneut zu einer ernsthaften Diskussion des Arbeitgeber-Angebots aufgerufen. ver.di-Chef Frank Bsirske drohte weitere Streiks an, falls die Arbeitgeberseite die Offerte nicht verbessere. Nach dem Scheitern der dritten Verhandlungsrunde am 11. und 12. Februar war es zu bundesweiten Warnstreiks gekommen.

Quelle: afp

 
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