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Duisburg
Klöckner-Aktie stürzt trotz Gewinn ab

Duisburg. Während Gisbert Rühl davon sprach, dass man weiter an der Fortsetzung des Aufwärtstrends arbeite, ging es an der Börse für den Stahlhändler Klöckner & Co. in die andere Richtung: abwärts - und zwar deutlich. Rund 10,5 Prozent hat die Aktie gestern nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen im Tagesverlauf verloren. Am Abend stand sie nur noch bei 9,77 Euro.

Dabei klang das, was Rühl zuvor mitteilte, gar nicht mal so schlecht, wenn man bedenkt, dass Klöckner im vergangenen Jahr noch den Rekordverlust von 349 Millionen Euro eingefahren hatte. Seitdem werden Standorte und Stellen zusammengestrichen. Außerdem konzentriert sich Klöckner stärker auf profitable Produkte. Obwohl der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 1,597 auf 1,43 Milliarden Euro zurückging, blieb unterm Strich im dritten Quartal ein Gewinn von 31 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch neun Millionen Euro Verlust gegeben.

Trotzdem waren die Anleger enttäuscht - weil Rühls Ausblick auf das vierte Quartal deutlich verhaltener ausfiel und sich Analysten insgesamt mehr erhofft hatten. Der Klöckner-Chef bekräftigte immerhin, dass man unterm Strich im Gesamtjahr einen Gewinn einfahren und eine Dividende von 20 Cent je Aktie zahlen wolle.

Für das kommende Jahr wagte Rühl noch keine Prognose, aber: "Der Druck wird natürlich anhalten." Erfreulich sei immerhin das Digitalgeschäft. "Die Umsätze bei unserem Webshop in Deutschland ziehen deutlich an", sagte Rühl.

(frin)
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