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Berlin
Koalition schiebt "Cum-Cum"-Deals einen Riegel vor

Berlin. Die Koalition stopft ein weiteres Steuerschlupfloch über umstrittene Dividendengeschäfte. Der Finanzausschuss des Bundestages hat Gesetzespläne gebilligt, mit denen sogenannte "Cum-Cum"-Gestaltungen verhindert werden sollen. Über die Aktiengeschäfte konnten bislang große Kunden aus dem Ausland Steuern auf Dividenden von deutschen Unternehmen umgehen. Nach den Gesetzesplänen soll das Steuerschlupfloch rückwirkend zum 1. Januar 2016 geschlossen werden. Der Bundestag will die Reform der Investmentbesteuerung heute beschließen.

Bei "Cum-Cum"-Geschäften werden von ausländischen Anlegern gehaltene Anteile kurz vor dem Dividendenstichtag an inländische Anteilseigner übertragen, beispielsweise an Banken. Diese können sich dann anders als die ausländischen Investoren die Kapitalertragssteuer in Deutschland anrechnen beziehungsweise erstatten lassen. Danach werden dann die Aktien samt Dividende zurückgereicht, die gesparte Steuer wird zwischen Bank und Investor geteilt.

(dpa)
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