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Essen
Kommt Karstadt nach Düsseldorf?

Essen. Der Handelskonzern Karstadt erwägt den Umzug seiner Konzernzentrale in eine andere Stadt. Laut "WAZ" kommen dafür Düsseldorf und Oberhausen in Frage. In Düsseldorf steht dafür angeblich ein Firmengelände in unmittelbarer Nähe der Metro zur Debatte -jenes Konzerns, der bis zur Veräußerung von Galeria Kaufhof noch der große Warenhaus-Konkurrent von Karstadt war.

Karstadt äußerte sich dazu gestern nicht. Die Essener Stadtspitze setzt sich dem Bericht zufolge für einen Verbleib des Konzerns am bisherigen Firmensitz im Stadtteil Bredeney ein. "Wir wollen Traditionsstandort von Karstadt bleiben und kämpfen für die Arbeitsplätze in Essen", sagte Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU). Es sei auch geprüft worden, ob Teile der Stadtverwaltung in die Karstadt-Immobilie umziehen können. Derzeit beschäftigt der Handelskonzern rund 1000 Mitarbeiter in der Zentrale, das Gebäude ist aber für etwa 3000 Arbeitsplätze konzipiert worden.

Die Größenordnung von einst ist sichtbares Zeichen der glorreichen alten Zeit. Seit mehr als viereinhalb Jahrzehnten hat der Warenhaus-Betreiber seinen Sitz in Essen-Bredeney. Doch die 65.000 Quadratmeter sind für einen geschrumpften Handelskonzern zu groß. "Das Gebäude ... entspricht weder funktional noch technisch den Anforderungen eines modernen Arbeitgebers und Unternehmens", hatte Karstadt im Juli des vergangenen Jahres an seine Mitarbeiter geschrieben. Die Konzern-Führung plane deshalb, einen "modernen Zentralstandort" zu entwickeln, der "speziell auf die Bedürfnisse von Karstadt zugeschnitten ist".

(gw)
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