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Nürnberg
Konsumlaune der Deutschen steigt trotz Brexit

Nürnberg. Das Vertrauen der Verbraucher in die deutsche Wirtschaft hellt sich nach einer Delle um den Jahreswechsel weiter auf. Der Konsumklima-Index legt zum Juli das dritte Mal in Folge zu, wie das Marktforschungsinstitut GfK mitteilte. Der Wert stieg um 0,3 Punkte auf 10,1. Die Einkommenserwartung der Deutschen schnellte sogar auf einen Bestwert seit der Wiedervereinigung. Einzig die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen ging gegenüber dem Vormonat zurück.

Allerdings könnte die Entscheidung der Briten, die EU zu verlassen, die weitere Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone dämpfen. Der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, warnte, dass das Wachstum in den nächsten drei Jahren deshalb zusammen um 0,3 bis 0,5 Prozentpunkte geringer ausfallen könnte als bisher angenommen.

Die Teuerung in Deutschland zog derweilen auf niedrigem Niveau wieder etwas an. Im Juni stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Im Mai hatte die Rate noch 0,1 Prozent betragen, im April waren die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist sogar um 0,1 Prozent gesunken. Deutlich weniger als vor einem Jahr mussten Verbraucher im Juni für Energie zahlen (minus 6,4 Prozent), allerdings verlangsamte sich der Preisrückgang weiter. Mieten wurden um 1,1 Prozent teurer.

(dpa)
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