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Regierung rechnet mit 0,3 Prozent
Krankenkassenbeiträge sollen 2016 wieder steigen

IGel-Hilfe: Selbst zahlen, oder nicht?
IGel-Hilfe: Selbst zahlen, oder nicht? FOTO: dpa, Patrick Pleul
Berlin. Während die gesetzlichen Krankenkassen im ersten Halbjahr offenbar einen massives Minus eingefahren hatben, müssen sich gesetzlich Krankenversicherte ab 2016 einem Zeitungsbericht zufolge wohl auf höhere Krankenkassenbeiträge einstellen.

Die Bundesregierung gehe von einem Anstieg der Beiträge aus, berichtete die "Bild"-Zeitung. In den Prognosen für das nächste Jahr sei "eine Steigerung des durchschnittlichen Zusatzbeitrags bei der Gesetzlichen Krankenversicherung berücksichtigt" worden, zitierte die Zeitung aus dem neuen Finanzplan von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU).

Bislang habe die Regierung darauf gehofft, dass die Beiträge stabil bleiben könnten. Die Höhe des Anstiegs sei allerdings noch unklar. Gesundheitsexperten gingen für 2016 von einem Anstieg um bis zu 0,3 Prozentpunkte aus. Derzeit liegt der Durchschnittsbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen bei 15,5 Prozent.

derweil haben die gesetzlichen Krankenkassen nach einem weiteren Zeitungsbericht im ersten Halbjahr 2015 ein Defizit von fast einer halben Milliarde Euro eingefahren. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine eigene Umfrage unter den Kassen.

Demnach hat sich das Defizit bei den Innungskrankenkassen binnen Jahresfrist auf 118 Millionen Euro fast verdoppelt. Mit rund 100 Millionen Euro schnitten die Betriebskrankenkassen ähnlich ab. Bei den Ersatzkassen sei der Fehlbetrag zwar stark geschrumpft, betrage aber immer noch 191 Millionen Euro. Schon zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" schon von einem Defizit von 110 Millionen Euro bei den Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) berichtet.

(REU/dpa)
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