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Fast 1,5 Milliarden Euro aus Barmitteln: Krisenbank IKB plant Kapitalerhöhung

zuletzt aktualisiert: 17.02.2008 - 14:36

Düsseldorf (RPO). Mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung will die angeschlagene Mittelstandsbank IKB Deutsche Industriebank ihre Sanierung vorantreiben. Der Hauptversammlung am 27. März werde eine Kapitalerhöhung aus Barmitteln um bis zu 1,49 Milliarden Euro vorgeschlagen, teilte die IKB am Wochenende in Düsseldorf mit.

Die staatseigene Hauptaktionärin KfW werde so viele Aktien zeichnen, dass der IKB aus der Kapitalerhöhung mindestens 1,25 Milliarden Euro zufließen, erklärte die Bank. Zum anderen habe sich die KfW verpflichtet, das Kernkapital der IKB bis zum 19. Februar 2008 um 600 Millionen Euro zu verstärken. Dies werde durch eine andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage erfolgen. Als ein weiteres Element der Sanierung der IKB sei die Veräußerung von wesentlichen Teilen der Portfolio-Investments beabsichtigt.

Zudem korrigierte die IKB den Abschluss für das Geschäftsjahr 2006/07. Der Jahresüberschuss habe sich um 141,8 Millionen auf 37,9 Millionen Euro reduziert, das Konzerneigenkapital sei um 206,2 Millionen auf 1,19 Milliarden Euro zurückgegangen.

Für das laufende Geschäftsjahr 2007/08 rechnet die IKB wegen der Neubewertung der Portfolioinvestments mit einer Belastung "in erheblichem Maße" und erwartet einen Bilanzverlust in der Größenordnung von 750 Millionen Euro.

Vor wegen Tagen hatte die Bundesregierung mit einem Rettungsplan eine drohende Insolvenz der IKB abgewendet. Der Bund hatte am Mittwoch der staatlichen KfW Bankengruppe, die mit 38 Prozent größter IKB-Aktionär ist, eine Milliarde Euro zur Rettung der IKB zugesagt. Weitere 500 Millionen Euro sollten zu drei Fünfteln von den privaten Banken sowie zu zwei Fünfteln von den Sparkassen und Volksbanken aufgebracht werden.

Quelle: afp2

 
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