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Essen
Lammert wird Kontrolleur der RAG-Stiftung

Essen. Die RAG-Stiftung hat ab sofort neue Kontrolleure. Ministerpräsident Armin Laschet hat drei Männer benannt, die auf dem Ticket des Landes in das 13-köpfige Kuratorium einziehen, das den Vorstand um Werner Müller kontrolliert. Das sind der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) und Andreas Reichel (FDP), bestätigte der Regierungssprecher einen Bericht der "WAZ". Die Stiftung verwaltet das Vermögen, aus dem nach 2018 die Ewigkeitslasten des Bergbaus finanziert werden. Lammert stammt aus Bochum und hat das Ruhrgebiet lange im Bundestag vertreten. Reichel war früher beim Zechenkonzern RAG tätig und ist heute Vorstand des Energiedienstleisters Edis. Sie dürften auch kritische Fragen stellen. Im Gespräch waren zunächst auch Sparkassen-Präsident Michael Breuer und Unternehmerin Gabriela Grillo. Doch Laschet entschied sich anders.

Die Kuratoren erhalten im Jahr 30.000 Euro Vergütung sowie 500 Euro Sitzungsgeld, so die Sprecherin der Stiftung. Geführt wird das Kuratorium vom früheren RWE-Chef Jürgen Großmann, auch er erhält 30.000 Euro. Die drei Neuen lösen Christoph Dänzer-Vanotti, Lutz Beckmann und Harry Voigtsberger ab, die bis August auf rot-grünem Ticket im Kuratorium saßen.

(anh)
 
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