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Düsseldorf/Gelsenkirchen
Land plant Digitaloffensive an Ruhr

Düsseldorf/Gelsenkirchen. Das NRW-Wirtschaftsministerium belohnt Projekte mit Millionenbeträgen.

Mehr als zehn Millionen Euro will die Landesregierung für Projektideen spendieren, bei denen im Ruhrgebiet und insbesondere der nördlichen Emscher-Lippe-Region Projekte zu einer weiteren Digitalisierung vorangetrieben werden. NRW-Wirschaftsminister Garrelt Duin (SPD) will dazu einen Wettbewerb am 17. November in Gelsenkirchen starten.

Auch der chinesische Konzern Huawei wird das Vorhaben zumindest indirekt unterstützen - er hat seine Deutschland- und Europazentrale in Düsseldorf und ist wichtiger Partner des Projektes Digital City Gelsenkirchen. In der Stadt hat Huawei bereits geholfen, W- Lan in der Innenstadt und der Zoom-Erlebniswelt anzubieten.

An der neuen Ausschreibung können sich Unternehmen, Hochschulen oder auch Kommunen beteiligen. Ziel ist, durch eine bessere Vernetzung eine Modernisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu erreichen und so Arbeitsplätze zu schaffen. Allerdings muss gesehen werden, dass die Zuschüsse gemessen an den Investitionsbudgets großer Digitalkonzerne wie Telekom in Bonn, Google oder Apple nur Minibeträge sind.

Um den Strukturwandel voranzutreiben setzt die Landesregierung außerdem auf die Themen Logistik und ökologische Kreislaufwirtschaft. So wurde kürzlich von den Unternehmsberatungen Kienbaum und EPEA eine Studie mit dem Ergebnis präsentiert, wonach NRW-Unternehmen ein überdurchschnittlich hohes Know-how bei Recycling und einen klugen Einsatz von Rohstoffen haben.

35.000 neue Jobs könnten in NRW entstehen, wenn die Unternehmen dieses Potenzial stärker nutzen, ergab eine Untersuchung von McKinsey, die unsere Redaktion zuerst veröffentlicht hatte. Ein Vorbild für die Strategie wäre der Chemiepark in Marl am Rand des Ruhrgebietes, in dem Abfallprodukte eines Prozesses oft Basis eines anderen Stoffes sind.

(rky)
 
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