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Hannover
Landgericht bündelt Klagen gegen Porsche

Hannover. Ein Großteil der milliardenschweren Anlegerklagen gegen die Porsche-Holding wird zur Klärung zentraler Streitfragen gebündelt. Das Landgericht Hannover entschied, vier Fälle zu Schadensersatz-Forderungen für eine solche Bewertung an das Oberlandesgericht Celle zu verweisen. Damit greift das Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz. Die Richter in Celle sollen Aspekte, die allen Klagen gemeinsam sind, als nächsthöhere Instanz vorentscheiden. Sie suchen sich dazu einen Fall heraus, den sie als besonders kennzeichnend für das Gesamtverfahren sehen - so werden Rahmenbedingungen für die anderen Einzelklagen gesetzt.

Dabei erfolgen zwar noch keine endgültigen Urteile, aber wichtige Weichenstellungen. Hintergrund der Klagen ist die Übernahmeschlacht zwischen der Porsche-Mutter PSE und VW vor acht Jahren. Anleger sehen sich dabei rückblickend fehlinformiert und um Milliardensummen gebracht. Es ist davon auszugehen, dass der Fall am Ende vor dem Bundesgerichtshof (BGH) landet.

(dpa)
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